Meridianstretching

Meridiane

Die Chinesische Medizin verwendet den Begriff Meridiane für die Verbindung einerseits zwischen den Organen untereinander, andererseits zwischen den Organen und der Körperoberfläche. Im Grunde genommen ist es ein Netzwerk, das den Körper durchzieht, ähnlich wie unsere Arterien, Venen und Nerven.
Ein Teil dieses Netzwerks beinhaltet auch die Muskelfunktionsketten - sie werden Muskulo-Tendinere Meridiane genannt -, die  als Beuger- und Strecker Muskulatur, den harmonischen Ablauf von Bewegungen regulieren. Entlang dieser Muskelfunktionsketten laufen auch jene Meridiane, die der Chinesischen Therapie zugänglich sind, zum Beispiel durch Akupunktur, Akupressur oder Tuina ( chinesische Massage ).
Diese Meridiane sind in ihrem Verlauf genau definiert und beinhalten die so genannten „ Akupunkturpunkte „, die ebenfalls eine genaue anatomische Lokalisation haben.   Dieses  fein miteinander abgestimmte Netzwerk gewährleistet die Versorgung des Körpers mit Qi und Blut und die Verteilung der Körperflüssigkeiten.

Entwicklung von Krankheiten

Es gibt viele Ursachen wodurch Probleme im Verlauf der verschiedenen Versorgungsfunktionen dieses Meridian Netzwerkes auftreten können.   Zum Beispiel Verletzungen oder Kälteeinwirkung, beides verursacht Schmerzen, die von Unterbrechungen, also Blockaden des Versorgungsflusses herrühren. Zum Teil kann man die Folgen dieser Blockaden auch sehen , in Form von Hämatomen (blaue Flecken), Schwellungen, oder verspannten „Knoten“ in der Muskulatur. Aber auch von der Körper Innenseite, also den Organen, kann sich eine Störung nach außen auf den Meridian(en) zeigen. Bestens bekannt ist der an der Innenseite des linken Armes ausstrahlende Schmerz bei Angina pectoris oder Herzinfarkt. Der Schmerzverlauf nimmt dabei genau den Weg des Herzmeridians.    

Was kann Meridianstretching?

Nachdem unser Körper eben durch dieses Meridian Netzwerk eine Verbindung zwischen dem Inneren und der Körperoberfläche hat, ist es uns möglich mittels Bewegung eine Verbesserung der Zirkulation von Qi und Blut nicht nur in der Muskulatur, sondern auch in der Tiefe, also den dem Meridianen zugeordneten Organen, zu erzielen. Die einzelnen Meridianübungen sind leicht erlernbar, sollten aber regelmäßig angewendet werden, um auf lange Sicht, also präventiv, zu wirken. Sinnvoll ist es auch, den Übungen jahreszeitliche Schwerpunkte zu geben, da aus der Sicht der Wandlungsphasen (wu xing), bei gewissen bioklimatischen Bedingungen, unterschiedliche Organe besonders gefährdet sind zu erkranken. Aber auch unsere Schwächezonen, z.B. Lunge – Neigung zu  Infekten, Blase – häufige Harnwegsinfekte ect. , werden durch regelmäßiges üben gestärkt und somit weniger verletzlich.    

Ähnlich wie die Übungen des Qi Gong und das fließende der Bewegungen des Taiji , ereichen sie durch Meridianstretching eine Möglichkeit, die Körperharmonie zu erhalten oder auch wieder zu erlangen.    

Denn vergessen sie nicht: Körper und Geist bilden eine Einheit wie Yin und Yang, ein unbeweglicher Körper engt auch den Geist ein. Physische Starre bewirkt auch psychische Starre….    

Um Voranmeldung wir gebeten.